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Milzkraut

Frühlingszauber im blühenden Auwald

Ein Pflanzenporträt von Eitel-Friedrich Scholz

Das Wechselblättrige Milzkraut (Chrysoplenium altenüfolium) ist mit seinen kleinen Blütchen, die von einem Kranz ähnlicher, doch kleinerer, gelber Hochblätter umgeben ist, einzeln betrachtet recht unscheinbar. Wenn jedoch viele Quadratmeter große Flecken mit den niedrigen, etwas über 5 cm hoch werdenden Pflänzchen bedeckt sind, erkennt man die ganze Schönheit dieses kleinen Steinbrechgewächses, das nasse, verdichtete Böden an schattigen Bächen, an Quellaustritten, Rinnen mit Hangdruckwasser und feuchte Mulden besiedelt. Hübsch anzuschauen sind auch die nierenförmigen Grundblätter des lockerrasig wachsenden, Ausläufer bildenden Pflänzchens. Das Milzkraut war einst - wie aus dem Namen erkennbar - eine alte Heilpflanze. Wirkstoffe wurden aber bis heute wohl noch nicht isoliert.

Literatur:
Aichele, Schwegler, Blumen der Alpen, 1977; Bach, Kärntner Naturschutz-Handbuch, 1978; Beuchert, Symbolik- der Pflanzen, 1995; Engel, Die Giftküche der Natur, 1972; Fischer, Heilkräuter und Arzneipflanzen, 1947; Hartl, Turnowski, in: Die Natur Kärntens, 1976; Hartl et. al. Verbreitungsatlas der Farn- und Blütenpflanzen Kärntens, 1992; Koch, Taschenbuch der heimischen Frühjahrsblumen, 1953; Mucina et al., Die Pflanzengesellschaften Österreichs, 1993; Köhlers Atlas der Medizinalpflanzen, 1887; Losch, Kräuterbuch, 1903; Pahlow, Das große Buch der Heilpflanzen, 1993; Passarge, Scholz, Pflanzensoziologische Untersuchungen und Bestandsaufnahmen der Vegetation in den Weichholz-Auen von St. Daniel bis Kirchbach, 1996, unveröff.; Pieper, Volksbotanik, 1897; Pritzel, Jessen, Die deutschen Volksnamen der Pflanzen, 1882; Roth, Daunderer, Kormann, Pflanzengifte - Giftpflanzen, 1994

Verfasser:
Eitel-Friedrich Scholz,
St. Daniel 18
9635 Dellach

Foto: Sepp Lederer