n w    w w w w

banner
Sie befinden sich gerade auf :   Start Naturschutz Pflanzenporträts Wald Gelbstern
large small default
Wald Gelbstern PDF Drucken E-Mail

Wald-Gelbstern

Frühlingszauber im blühenden Auwald

Ein Pflanzenporträt von Eitel-Friedrich Scholz

Der Wald-Gelbstern
, Goldstern (Gagega lutea)
ist ein zierliches Liliengewächs, das in Gebüschen, auf schattigen Grasflächen und im Auwald auf grundwasserdurchzogenen, humusreichen Böden noch häufig anzutreffen ist. Die ausdauernde Pflanze hat eine kleine Zwiebel, aus der ein Blütenstengel und ein 7-8 mm breites, lineal-lanzettliches, unten sehr verschmälertes, flaches, an der Spitze kappenförmig zusammengezogenes Blatt wächst. Es ist gelblich-grün und hat einen spitzen Kiel. Die hellgelben, außen grünlichen 6-zähligen Blüten stehen zu eins bis zehn als eine kleine Scheindolde am Ende des 10 bis 30 cm hohen Blütenstengels. Dicht darunter sitzen zwei meist kleine, am Rande behaarte Stengelblätter. Der Wald-Goldstern verwelkt bald nach der Blüte wie auch andere Frühlingsblüher. Früher wurden die Blätter des Wald-Gelbsterns zu einem Frühjahrssalat verwendet. Von einer solchen Verwendung ist jedoch abzuraten, da die Blätter leicht mit den Jungblättern der stark giftigen Herbstzeitlose (Colchicum autumnale), die oft an gleichen Standorten zu finden ist, verwechselt werden können.

Literatur:
Aichele, Schwegler, Blumen der Alpen, 1977; Bach, Kärntner Naturschutz-Handbuch, 1978; Beuchert, Symbolik- der Pflanzen, 1995; Engel, Die Giftküche der Natur, 1972; Fischer, Heilkräuter und Arzneipflanzen, 1947; Hartl, Turnowski, in: Die Natur Kärntens, 1976; Hartl et. al. Verbreitungsatlas der Farn- und Blütenpflanzen Kärntens, 1992; Koch, Taschenbuch der heimischen Frühjahrsblumen, 1953; Mucina et al., Die Pflanzengesellschaften Österreichs, 1993; Köhlers Atlas der Medizinalpflanzen, 1887; Losch, Kräuterbuch, 1903; Pahlow, Das große Buch der Heilpflanzen, 1993; Passarge, Scholz, Pflanzensoziologische Untersuchungen und Bestandsaufnahmen der Vegetation in den Weichholz-Auen von St. Daniel bis Kirchbach, 1996, unveröff.; Pieper, Volksbotanik, 1897; Pritzel, Jessen, Die deutschen Volksnamen der Pflanzen, 1882; Roth, Daunderer, Kormann, Pflanzengifte - Giftpflanzen, 1994

Verfasser:
Eitel-Friedrich Scholz,
St. Daniel 18
9635 Dellach

Foto: Sepp Lederer